Fragen und Antworten

Allgemeine Fragen

Kann ich rückgewonnenes Isolieröl dazu verwenden, neue Transformatoren zu befüllen?

Es spricht technisch nichts dagegen, rückgewonnenes Isolieröl für die Trafoerstbefüllung zu nutzen, und EOS stellt Ihr rückgewonnenes Isolieröl sehr gern jedem Transformatorhersteller auf den britischen Inseln bereit. Grundsätzlich sollte sich der Betreiber der Maschine darüber mit deren Hersteller abstimmen. Nicht alle Transformatorenwerke verfügen über die Mittel, rückgewonnenes und ungenutztes Öl zu trennen, was die Sache erschweren kann. EOS steht Ihnen in solchen Fragen unterstützend mit Beratung zur Seite.

Kann ich auch dann rückgewonnenes Isolieröl kaufen, wenn ich kein gebrauchtes Öl bereitstellen kann?

EOS verfügt normalerweise über einen gewissen Vorrat an rückgewonnenem Öl, das wir aus solchen Beständen gewinnen, die dort anfallen, wo Alternativprodukte für die Wiederauffüllung verwendet wurden oder wo Anlagen abgebaut wurden. Somit sind wir in der Lage, auch den Kunden rückgewonnenes Öl anzubieten, die uns keinen Grundstoff dafür zur Verfügung stellen. In diesen Fällen fällt eine geringfügige Gebühr an.

Warum sollte man ein Glasrohr für die Probenentnahme verwenden?

Aus dreierlei Gründen empfiehlt sich Glas:

  • Es zerkratzt nicht und begünstigt somit keine Verschmutzung.
  • Es lässt sich recht einfach sauber halten.
  • Ist es verunreinigt, ist dies meist mit bloßem Auge sichtbar.

Wie entnimmt man einem Fass eine Ölprobe?

Ölproben sollen die Zusammensetzung des Öls präzise abbilden und sicherstellen, dass ggf. enthaltene Verschmutzungen gefunden werden, während solche von externen Quellen abgeschirmt werden. Es ist zu beachten, dass jeglicher Kontakt mit Luft, Probenset usw. die Probe beeinflussen könnte. Im Idealfall wird jeder externe Einfluss, zum Beispiel Verunreinigungen über die Luft, Regen oder Staub, ausgeschlossen. Im Falle unzureichender äußerer Bedingungen kann beispielsweise ein Zelt errichtet oder eine Behelfsabdeckung verwendet werden. 500 ml Probenmaterial genügen im Regelfall für alle Routinetests wie die Analyse auf PCB und gelöstes Gas.

Die Temperatur des Öls im Fass sollte der Umgebungstemperatur entsprechen. Reinigen Sie das Fass um das Spundloch herum und entfernen Sie Siegel und Stöpsel mit dem entsprechenden Schlüssel. Prüfen Sie das Siegel auf Anzeichen von Beschädigungen oder Verschmutzung. Entnehmen Sie das Glasrohr aus seiner Schutzverpackung, prüfen Sie die Außenseite und wischen Sie es ab. Senken Sie es bis zur Hälfte in das Öl, platzieren Sie einen Finger auf der Oberseite und ziehen Sie das Rohr, das nun halb mit Öl gefüllt ist, heraus. Indem Sie das Gefäß in alle Richtungen schwenken – bevorzugt über einer großen Abtropfschale –, wird es vollständig mit dem Öl gespült. Wiederholen Sie den Vorgang und beobachten Sie. Dann entnehmen Sie eine halbe Rohrfüllung Öl und geben es in die Probenflasche. Belassen Sie das Rohr im Fass, wo es sicher und sauber verwahrt ist. Verschließen Sie die Flasche und schütteln Sie sie kräftig. Fahren Sie damit fort, während Sie das Öl abgießen, um zu verhindern, dass sich Verschmutzungen an der Flasche absetzen. Wiederholen Sie den Vorgang und beobachten Sie.

Vom Boden des Fasses, wo ggf. vorhandene Verschmutzungen am ehesten zu finden sind, entnehmen Sie eine Probe, indem Sie das Rohr bis auf den Boden absenken. Dabei müssen Sie sicherstellen, dass das obere Loch des Rohrs die ganze Zeit mit einem Finger verschlossen ist. Wenn der Boden erreicht ist, geben Sie das obere Loch frei, woraufhin Öl in das Rohr eintritt. Bewegen Sie das Rohr nun über den Boden und an den Bodennähten entlang. Sobald der Ölstand im Rohr dem im Fass entspricht, öffnen Sie die Probenflasche. Halten Sie das Rohr oben verschlossen und ziehen Sie es senkrecht aus dem Fass heraus. Halten Sie die Flasche über einen Eimer oder eine Abtropfschale, halten Sie das Rohr über die Flasche, ohne dass es in die Flasche gelangt, öffnen Sie es oben und lassen Sie das Öl über die Innenseite in die Fasche rinnen. Wiederholen Sie dies, bis die Flasche überläuft, wodurch eventuelle Luftblasen entweichen. Gießen Sie das überschüssige Öl aus der Flasche über den Deckel, um ihn zu spülen. Lassen Sie 0,5–1 cm Luft bis zum Deckel und verschließen Sie ihn handfest, aber nicht zu stark. Verschließen Sie das Fass wieder mit dem Stöpsel. Drehen Sie die Probenflasche vorsichtig um und prüfen Sie, ob feste Schmutzpartikel bzw. freies Wasser zu sehen sind. Sind Verschmutzungen offensichtlich, sollten Sie die Probe verwerfen und das Verfahren wiederholen, damit sich sicherstellen lässt, dass die erste Probe repräsentativ war. Abschließend füllen Sie das Begleitformular der Probe aus oder etikettieren sie vollständig.

Wie entnimmt man einem Schalter eine Ölprobe?

Zwar ist es üblich, für Wartungsarbeiten Öl aus Schalteinrichtungen zu entfernen und durch Öl von bekannter und zertifizierter Güte zu ersetzen. Dennoch werden für diagnostische oder statistische Zwecke häufig „Vorher-Nachher-Proben“ entnommen.

Die Tests zielen darauf ab, ein genaues Bild von der Zusammensetzung des Öls zu erhalten und alle eventuellen Verunreinigungen aufzudecken, wobei Verschmutzungen von externen Quellen ausgeschlossen werden. Dabei darf nicht außer Acht gelassen werden, dass jeder Kontakt mit Luft, Probenequipment etc. sich auf die Probe auswirken kann. Nach Möglichkeit ist jeder externe Einfluss zu vermeiden, beispielsweise der Kontakt mit Regen oder Staub. Sofern die Probe unter schlechten äußeren Bedingungen entnommen werden muss, kann ein Zelt oder eine provisorische Abdeckung sinnvoll sein. Für alle Routinetests sowie Analysen auf PCB und gelöstes Gas genügen in der Regel 500 ml.

Reinigen Sie die Abdeckung des Schalters und achten Sie dabei besonders auf die Ummantelung der Dichtung, an der sich häufig Insekten ansammeln. Entfernen Sie den Deckel für eine Sichtprüfung. Prüfen Sie möglichst viel vom Boden des Tanks, ggf. mit Taschenlampe, vor allem in den Ecken und direkt unter Öffnungen, Sichtluken und Antriebsbuchsen. Notieren Sie Art und Position jeglicher Verschmutzungen. Nehmen Sie das gläserne Rohr für die Probenentnahme aus seiner Verpackung, prüfen Sie es und wischen Sie es ab. Halten Sie es in das Öl über dem Boden, verschließen Sie das obere Ende mit einem Finger und ziehen Sie es heraus.

Das Öl, das das Rohr nun zur Hälfte füllt, dient dazu, das Gefäß durch Schwenk- und Drehbewegungen innen an jeder Stelle zu spülen. Am besten erledigen Sie dies über einer großen Abtropfschale. Wiederholen Sie den Vorgang und beobachten Sie. Auf dieselbe Art und Weise entnehmen Sie eine halbe Glasrohrfüllung Öl und geben es in die Probenflasche. Belassen Sie das Rohr im Schalttank, wo es sicher und sauber verwahrt ist. Nach dem Verschließen der Flasche spülen Sie sie durch kräftiges Schwenken. Fahren Sie damit fort, wenn Sie das Öl abgießen, um zu verhindern, dass Schmutzpartikel sich an der Flasche absetzen. Wiederholen Sie den Vorgang und beobachten Sie.

Um eine Probe vom Schalterboden zu entnehmen, wo Schmutzpartikel am ehesten zu finden sind, verschließen Sie die obere Öffnung des Rohrs mit einem Finger, bis es den Boden des Tanks berührt. Wenn Sie die obere Öffnung freigeben, dringt Öl vom Boden in das Rohr ein. Dabei sollten Sie das Rohr vorsichtig möglichst weit über den Boden bewegen.

Sobald der Ölstand im Rohr dem im Tank entspricht, öffnen Sie die Probenflasche und ziehen das Rohr vertikal aus dem Tank. Halten Sie die Flasche über einen Eimer oder eine Abtropfschale, halten Sie das Rohr in die Flasche – ohne dass beide sich berühren – und öffnen Sie die obere Rohröffnung, sodass das Öl an der Flaschenwand herunterlaufen kann. Wiederholen Sie den Prozess, wobei Sie Proben von unterschiedlichen Stellen des Schalters entnehmen, bis die Flasche überläuft. Durch das Überlaufen entweichen der Flasche eventuelle Luftblasen.

Gießen Sie das überschüssige Öl aus der Flasche über den Deckel, um ihn zu spülen. Lassen Sie einen halben bis einen ganzen Zentimeter Luft bis zum Rand und verschließen Sie den Deckel von Hand, ohne ihn zu überdrehen. Wenden Sie die Probenflasche vorsichtig und prüfen Sie, ob feste Schmutzpartikel bzw. freies Wasser zu sehen sind. Ist dies der Fall, sollte die Probe verworfen und das Verfahren wiederholt werden, damit sich sicherstellen lässt, dass die erste Probe repräsentativ war. Abschließend füllen Sie das Begleitformular aus oder etikettieren die Probe vollständig.

Wie entnimmt man einem Transformator eine Ölprobe?

Ölproben sind dazu gedacht, die Ölzusammensetzung abzubilden. Und sie sollen sicherstellen, dass Verschmutzungen im Öl aufgespürt werden, wobei solche von externen Quellen abgeschirmt werden. Bedenken Sie, dass sich jeglicher Kontakt mit Luft, Probenset etc. auf die Probe auswirken könnte. Verunreinigungen über die Luft oder Regen sowie sonstige äußere Einflüsse sollten verhindert werden. Sind die äußeren Bedingungen ungünstig für die Probenentnahme, kann zum Beispiel eine mobile Abdeckung für Abhilfe sorgen. Soll das Öl auf PCB oder gelöstes Gas untersucht werden, genügen in der Regel 500 ml Probenmaterial, ebenso bei anderen Routineprüfungen.

Ist kein spezifischer Punkt für Probenentnahmen ausgewiesen, setzen Sie einen Probenadapter auf ein Ablass- oder Filterventil. Stellen Sie sicher, dass das Äußere von Ventil und Adapter vor dem Aufsetzen sauber ist. Öffnen Sie das Ventil und lassen Sie Öl durch einen eigens dafür bestimmen Plastikschlauch kontrolliert und zielgerichtet in einen Eimer fließen. Reinigen Sie Ventil, Adapter und Schlauch von innen, indem Sie Öl hindurchfließen lassen, wobei zwei, drei Liter als Ausschuss anfallen können. Regulieren Sie die Durchflussmenge im Folgenden nicht mehr. Messen Sie die Temperatur des in den Eimer fließenden Öls; halten Sie das Thermometer nicht in die Probenflasche. Spülen Sie die Flasche zwei, drei Mal, indem Sie sie halb füllen und stark schütteln.

Schütteln Sie die Flasche auch, wenn Sie das Öl abgießen, sodass sich keine Verschmutzungen an den Wänden absetzen. Wiederholen Sie das Prozedere und achten Sie darauf, ob das Öl sauber ist. Lassen Sie die Flasche vorsichtig überlaufen, indem Sie das Öl an der Wand hinabfließen lassen, da sich dadurch weniger Luft beimischt.

Das Überlaufen sorgt dafür, dass Luftblasen aus der Flasche entweichen. Lassen Sie Öl über die Verschlusskappe laufen, um sie zu spülen. Lassen Sie 0,5–1 cm Luft unter dem Rand und verschließen Sie die Flasche von Hand, ohne die Kappe zu fest anzuziehen, und schließen Sie das Ventil. Prüfen Sie, während Sie die Flasche langsam umdrehen, auf sichtbare Verschmutzungen bzw. freies Wasser. Ist die optische Prüfung positiv, sollten Sie die Probe verwerfen und den Ablauf wiederholen, damit Sie sicher sein können, dass die erste Probe repräsentativ war. Füllen Sie das Datenblatt aus oder etikettieren Sie die Flasche.

Macht eine niedrige Durschlagspannung des Öls in einem Transformator einen Ölwechsel erforderlich?

Das ist vermutlich nicht nötig, wenn dies der einzige negative Faktor ist. Niedrige Durchschlagspannung wird von einer Verunreinigung des Öls durch Schmutzpartikel oder freies Wasser verursacht. Auch gelöstes Wasser kann eine Rolle spielen, wenn es in wirklich großen Mengen vorkommt. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn es zusammen mit anderen Verunreinigungen auftritt, zum Beispiel mit Fasern. Wasser wie auch feste Partikel können vor Ort mit einer mobilen Verarbeitungsanlage unter Anwendung eines hohen Vakuums aus dem Öl entfernt werden. Die größte Flotte mobiler Verarbeitungseinheiten (MPUs) in Großbritannien betreibt EOS – und wir bereiten jeden Kunden individuell hinsichtlich der in seinem Fall am besten geeigneten Methoden.

Wann empfiehlt sich grundsätzlich ein Austausch des Öls?

Sofern das Öl in einem gewissen Umfang gealtert bzw. oxidiert ist, kann es wirtschaftlich sinnvoll sein, die Gelegenheit beim Schopf zu ergreifen, das Öl zu ersetzen und damit einhergehend den Wassergehalt zu senken. Praktikabilität und mögliche Ausfallkosten sprechen in der Regel dafür, beide Schritte in einem zu unternehmen.

Wenn andere Arbeiten an der Anlage anstehen, für die das Öl abgelassen werden muss, kann dies als willkommener Anlass dienen, das betreffende Öl zur Rückgewinnung abzutransportieren und gegen rückgewonnenes Öl auszutauschen, statt es vorübergehend zu lagern. In diesem Zusammenhang ließe sich auch untersuchen, wie es zu den Wasseransammlungen im Öl kommen konnte, sodass sich die Ursachen dafür abstellen lassen. (Hierzu unten mehr.)

Ist der Transformator eher klein oder arbeitet er im niedrigeren Spannungsbereich, sind die Alternativen unter Umständen weniger geeignet. In diesem Fall gilt es, abzuwägen, wie viel Öl und folglich Wasser in der Zellulosedämmung verbleibt, wenn das Öl abgelassen wird. Je niedriger die Betriebsspannung der Anlage ist, desto niedriger wäre das Isolierungs-Öl-Verhältnis. Die Größenordnung bei einer Übertragungseinheit mit 240 MVA bzw. 400/132 kV läge bei 200 : 1, bei einem Verteiltransformator mit 1 MVA bzw. 11/0,433 kV hingegen ungefähr bei 7 : 1. Das bedeutet, dass ein relativ kleiner Wasseranteil nach Ablassen des Öls im Verteiltransformator verbleibt; ein Ölwechsel kann damit als kosteneffiziente Lösung gesehen werden.

Grundsätzlich kann ein „nasser“ Transformator ziemlich gut vor Ort getrocknet werden. Die Ausrüstung und die Techniken, auf die man zu diesem Zweck zurückgreift, sind sehr gut ausgereift und führen bei entsprechender Anwendung zu guten Ergebnissen. Die großbritannienweit größte Flotte an mobilen Elektroölverarbeitungseinheiten (MPUs) ist die von EOS und wir bieten Ihnen auch Beratung zu den besten Verfahren für Ihre jeweilige Anlage an. Übliche Ursachen für unbefriedigende Ergebnisse sind übrigens die nicht gelungene Unterbindung des Eintretens von Feuchtigkeit und die zu frühe Beendigung der Verarbeitung, die zur Folge hat, dass zwar das Öl, nicht aber die Zelluloseisolierung getrocknet wurde.

Sollte ich das Öl meines Transformators bei einem hohen Wassergehalt auswechseln?

Für gewöhnlich lautet die Antwort in solchen Fällen: Nein. Es gibt effektivere Methoden, mit einem hohen Wasseranteil fertigzuwerden, und wir stellen sie hier unten vor. Wichtig zu bedenken ist, dass unser Hauptaugenmerk dem Wassergehalt des Transformators und insbesondere dem seiner Zelluloseisolierung gilt. Dass wir üblicherweise den des Öls messen, ist in erster Linie eine Frage der Praktikabilität – und die Ölprobe, deren Wassergehalt gemessen wird, sagt so einiges über das Innere des Transformators aus.

Wie lange kann Isolieröl in Fässern gelagert werden?

Hier gibt die britische Norm BS 148:1998 Auskunft: „Die Grenzwerte für den Wassergehalt, die Durchschlagspannung und den dielektrischen Verlustfaktor von in Fässern befindlichem Öl gelten lediglich für Öle, die innerhalb Großbritanniens in Fässern mit einer nominellen Kapazität von 200 Litern ausgeliefert werden, und für Proben, die innerhalb von zwei Wochen nach Abtransport vom Hersteller entnommen werden.“ Zudem heißt es dort: „Bei fassgelagertem Öl besteht die Tendenz, dass es Wasser absorbiert und dass sich seine elektrischen Eigenschaften verschlechtern.“

Wichtig zu wissen: Eine typische Haltbarkeitsdauer gibt es nicht, denn Verfallserscheinungen hängen weitaus mehr von der Art der Lagerung, als von deren Dauer ab. Eine grundsätzliche Regel lautet, das Öl stets in einer Umgebung zu verwahren, die dem Idealzustand möglichst nahe kommt, und die Lagerzeit möglichst kurz zu halten. Wenn „ideale“ Lagerbedingungen herrschen und das Fass 100%ig sicher ist, dürfte Isolieröl seine dezidierten Merkmale nahezu unbegrenzt behalten.

Allerdings raten wir davon ab, Öl länger als sechs Monate in Fässern zu lagern, selbst wenn die Bedingungen ideal sind. Besser noch wäre, eine Dauer von drei Monaten nicht zu überschreiten. Ungeachtet dessen, wie lange Öl vor der Nutzung eingelagert wird und wie sich die Konditionen gestalten, gilt: Jegliches Isolieröl sollte dahingehend geprüft werden, ob es (insbesondere) die sicherheitsbezogenen Eigenschaften aufweist, die für die Anlage wichtig sind, in der es eingesetzt werden soll.

Wie unterscheiden sich nicht stabilisierte und stabilisierte Elektroöle?

Nicht stabilisierte Öle sind „naturbelassene“ Mineralöle, die keine Additive enthalten, sondern ihre gewünschten Eigenschaften dank der sorgfältigen Auswahl des Rohöls und durch die Raffiniermethoden erhalten. Stabilisierte Öle hingegen weisen kleine Mengen von Antioxidantien auf, also von Stoffen, die die Oxidation hemmen und somit die chemische Stabilität steigern.

Je nachdem, welche Qualität das Öl bei der ursprünglichen Bereitstellung aufwies, ist das Basisöl – das nicht stabilisiert ist – vor der Inhibierung unter Umständen genügend oxidationsresistent.

Beim Monitoring des Alterungsprozesses von stabilisierten Ölen ist besondere Aufmerksamkeit erforderlich, da deren Verfallserscheinungen sich von denen eines herkömmlichen nicht stabilisierten Öls unterscheiden. Zwar verlängert der Hemmstoff die Nutzungsdauer des Öls im Prinzip, doch sobald er abgebaut ist, schreitet die Alterung meist schneller als bei nicht stabilisiertem Öl voran.

Was sind die Unterschiede zwischen ungebrauchtem und rückgewonnenem Isolieröl?

Diese beiden Sorten unterscheiden sich vor allem in Bezug auf Technik, Umweltfaktoren und Wirtschaftlichkeit.

Technik

Die Unterscheidungsmerkmale in diesem Bereich sind sehr schwach ausgeprägt und für die meisten Verbraucher nicht von Belang. Bei beiden Ölen sind die IEC-60296-Vorgaben für ungebrauchte Mineralöle für Transformatoren und Schaltanlagen (die allerdings rückgewonnenes Öl weder explizit aus- noch explizit einschließen) und die BS-148-Spezifikationen für ungebrauchtes und rückgewonnenes mineralisches Isolieröl für dieselbe Art von Anlagen zu befolgen. Rückgewonnenes Isolieröl von EOS entspricht den damit verbundenen Anforderungen an ungebrauchte Öle stets voll und ganz. Bei ungenutztem Öl liegt unser Produkt immer besonders deutlich über den entsprechenden Vorgaben.

Umweltfaktoren

In dieser Kategorie unterscheiden sich die Produktionsweisen von ungebrauchtem und rückgewonnenem Öl in dreierlei Hinsicht: Erhalt, Energieaufwand und Abfallminimierung.

Erhalt

Da die Rohölvorkommen dieser Welt ausnahmslos auf Abläufe zurückzuführen sind, die in frühen Phasen der Erdgeschichte vor sich gingen, muss man wohl konstatieren, dass die Entstehung der Vergangenheit angehört – zumindest in menschlichen Größenordnungen gedacht. Alles Öl ist also eine endliche Ressource. Wenn das letzte Fass gefördert ist, kommt nichts mehr nach. Daher ist es enorm wichtig, dass diese Ressourcen klug genutzt werden, sodass sie möglichst lange zur Verfügung stehen. Jedes Barrel Isolieröl, das wir recyceln, braucht der Erde nicht entnommen zu werden.

Energieaufwand

Für den Prozess von Exploration, Förderung, Transport und Raffinierung ungebrauchten Öls ist ein Vielfaches der Energie erforderlich, die für die Rückgewinnung von gebrauchtem Öl und die Produktion von rückgewonnenem Öl vonnöten ist. Dieser übermäßige Energiebedarf treibt nicht nur die finanziellen Kosten des Endprodukts und des Rohstoffabbaus in die Höhe, sondern trägt auch zur Erderwärmung bei.

Abfallminimierung

Durch die Rückgabe von gebrauchtem Isolieröl an EOS leisten unsere Kunden einen in doppelter Hinsicht guten Beitrag: Zum einen sorgen sie auf diese Weise dafür, dass Ressourcen länger zur Verfügung stehen, und zum anderen übergeben sie das, was sonst ein Problem der Abfallentsorgung wäre, an eine vertrauenswürdige Stelle. EOS arbeitet mit vollständig dokumentierten und genehmigten Verfahren und Prüfmechanismen und hilft somit den Kunden dabei, ihrer Sorgfaltspflicht nachzukommen.

Wirtschaftlichkeit

Kosten

Die Rückgewinnung von gebrauchtem kostet deutlich weniger als der Herstellungsprozess von „neuem“ Öl (Exploration, Förderung, Transport, Raffinierung). Der Preis von rückgewonnenem Trafoöl unterschreitet den von ungebrauchtem Öl üblicherweise um 30 Prozent.

Stabilität

Während der Preis ungebrauchten Öls von den Unwägbarkeiten des internationalen Ölmarkts und von Währungsschwankungen abhängt, was plötzliche, unvorhersehbare Preisänderungen für das fertige Produkt mit sich bringt, wird der Preis für rückgewonnenes Öl lediglich von der Inflation am heimischen Markt beeinflusst.

Zahlungsbilanz

Sämtliches ungebrauchtes Öl, das in Großbritannien auf dem Markt ist, wird importiert. Dies ist nicht anders möglich, da sich keine Raffinerien vor Ort befinden, doch für die britische Zahlungsbilanz ist dies ein gravierender negativer Faktor. Durch die Wiederverwendung des Öls, das sich bereits in Großbritannien befindet, können wir den Abfluss von britischem Geld reduzieren.

Wie oft kann gebrauchtes Öl wieder aufbereitet werden?

Dies hängt von mehreren Aspekten ab. Beispiele sind hier die ursprüngliche Beschaffenheit des Öls, die Fortschritte der Alterung und auch die Art der Verarbeitung.

Das seit Jahren in Großbritannien üblicherweise verwendete mineralische Isolieröl ist so beschaffen, dass es sich meist für mehrfache Rückgewinnung eignet. Vor allem ist dies der Fall, wenn die Anlagen, in denen es genutzt wird, nach den etablierten Standards betrieben und gewartet werden. Diese Standards, die in Großbritannien für gewöhnlich angelegt werden, sorgen dafür, dass Öl nicht über den Punkt hinaus eingesetzt wird, ab dem es sich nicht mehr für die Rückgewinnung eignet, denn ab diesem Punkt würde es auch die Lebenserwartung der betreffende Anlage verschlechtern.

Aus der Vielfalt der gebrauchten Öle, die EOS zur Verfügung gestellt werden, ergibt sich für die Sorten, die schon schwerwiegende Alterserscheinungen aufweisen, eine „Aufhübschung“ durch diejenigen, die weniger abgebaut sind oder bis dato gar keinen Rückgewinnungsprozess durchlaufen haben. In anderen Weltgegenden, in denen Öl üblicherweise vor Ort und sogar in der Maschinerie rückgewonnen wird (und es darf angenommen werden, dass dies zudem erst bei fortgeschrittenem Abbau geschieht) oder in denen eine nur bedingt geeignete Quelle und eine geringe Menge weniger abgebauten Öls verwendet wird, baut man die Oxidationsresistenz normalerweise durch Zugabe von Antioxidantien auf. Bei EOS hingegen ist dies noch nie notwendig gewesen.

Welche Eigenschaften sollten bei solchem Öl kontinuierlich geprüft werden, das derzeit genutzt wird?

Sinnvolle Ratschläge zum Monitoring und zur Wartung von in Betrieb befindlichem Öl führen zwei Normenwerke auf: die derzeit aktuelle Version der IEC 60422 (Leitfaden für Aufsicht und Wartung von mineralischem Isolieröl in elektrischen Anlagen) und die britische Norm BS 5730 (Leitfaden für Monitoring und Wartung von mineralischem Isolieröl in elektrischen Anlagen).

Was ist das Besondere an Elektroöl?

Einzelne Isolierölcharakteristika für sich genommen können in einem gewissen Umfang auch andere Öle aufweisen. Das Besondere liegt in der Kombination der Eigenschaften. Andere Öle mit niedriger Viskosität können (dies nur als Beispiel), sofern sie rein und trocken sind, eine hohe Durchschlagspannung und möglicherweise einen hohen Widerstand und einen niedrigen dielektrischen Verlustfaktor aufweisen, werden aber nicht mehr über diese Eigenschaften verfügen, wenn ein niedriger Pourpoint, ein hoher Flammpunkt und eine hervorragende Oxidationsbeständigkeit ins Spiel kommen.

Besonders zu betonen ist, dass herkömmliche Isolieröle diese Verbindung von Eigenschaften ohne den Zusatz von Additiven erreichen. Dies ist für die Weiterverwendung wichtig, denn somit eignen sie sich sehr gut für die Rückgewinnung.

Was sind die typischen Eigenschaften von Isolieröl?

Hoher Flammpunkt: senkt das Risiko, dass sich bei hohen Betriebstemperaturen ein entzündliches Gemisch aus Öldämpfen und Luft bildet

Niedriger Pourpoint: minimiert das Risiko ineffizienter Kühlung und langsamer OCB-Auslösung infolge hoher Viskosität des Öls

Niedrige Viskosität: stellt die gute Imprägnierung der Zelluloseisolierung, ungehemmte Zirkulation und Wärmeübertragung sicher

Niedrige Dichte: sorgt dafür, dass sich keine Eiskristalle frei im Öl bewegen, die entstehen würden, wenn gelöstes Wasser sich absetzen und gefrieren würde

Die genannten physikalischen Eigenschaften dürften sich durch den Betrieb nicht verändern, es sei denn, es kommt zu einer Verunreinigung durch andere Stoffe, etwa Diesel, Paraffin, Schmieröl oder Flüssigdämmstoffe.

Gute chemische Stabilität: bewirkt, dass es bei widrigen Umständen nicht zur Oxidation kommt (also hohe Temperaturen, Sauerstoff, Kupfer, Eisen, Wasser und andere Oxidationsstoffe)

Oxidation, der natürliche Alterungsprozess von Trafoöl, verursacht nicht nur Schlamm, der unter Umständen die Kühlleistung mindert, sondern kann durch flüchtige Säuren auch Korrosionen des Tanks bedingen. Selbst eine geringfügige Oxidation des Öls im Transformator mindert die Lebensdauer seiner Zelluloseisolierung. Abhilfe verschafft einzig ein Ölwechsel samt Rückgewinnung des alten Öls oder aber In-situ-Aufbereitung.

Niedriger Anteil an gelöstem Wasser: bewahrt elektrische Eigenschaften, vor allem, wo andere Verunreinigungen vorhanden sind, und beugt dem Niederschlag freien Wassers bei Tiefsttemperaturen vor

Das dynamische Verhältnis von Öl- und Zellulosewassergehalt sowie der Temperatur spielt eine wichtige Rolle. Ein hoher Wasseranteil beeinflusst die elektrische, chemische und physikalische Integrität von Zellulose nachteilig. Eine verlängerte oder wiederholte Bearbeitung mithilfe eines hohen Vakuums durch eine Anlage vor Ort trocknet das Öl und dadurch das Papier.

Gutes Erscheinungsbild: mit einem „Sicherheitsnetz“ jegliche sichtbaren Verunreinigungen (Schmutz, Staub, Sediment, Wasser etc.) ausschließen, die entweder bei der objektiven Prüfung vergessen wurden oder Prüfgeräte beeinträchtigen würden, in denen sie verwahrt werden

Sichtbare Verunreinigungen lassen sich normalerweise mithilfe von Filtern entfernen.

Hohe Durchschlagspannung: stellt die Fähigkeit des Öls sicher, hohem Wechselstrom ohne Störung standzuhalten

Filtern, Austrocknen und Entgasen (also die Bearbeitung mit einer Hochvakuumanlage) sind Möglichkeiten, die Verunreinigungen zu entfernen, die eine Absenkung der Durchschlagspannung verursachen.

Niedriger dielektrischer Verlustfaktor (DDF – Dielectric Dissipation Factor): für die Minimierung von dielektrischem Verlust oder Ableitstrom; gelegentlich auch „Leistungsfaktor“ genannt

Wenn er (was oft der Fall ist) von löslichen Verunreinigungen – nicht jedoch Wasser – verursacht wird, lässt sich ein hoher DDF (bzw. eine niedrige Widerstandsfähigkeit) nur durch Rückgewinnung bzw. Aufbereitung des Öls behandeln.

Niedrige Gasneigung (also Gasaufnahme): minimiert Gasentwicklung unter elektrischer Einwirkung

Wie oft sollte ich das Öl in meiner Ausrüstung stichprobenartig prüfen?

In Sachen Monitoring und Wartung solchen Öls, das sich im laufenden Betrieb befindet, sei hier auf zwei übergeordnete Texte zu mineralischem Isolieröl in elektrischen Anlagen verwiesen: die gegenwärtige Version der Norm IEC 60422 (Leitfaden für Aufsicht und Wartung) und BS 5730 (Leitfaden für Monitoring und Wartung).

Mobile Verarbeitungseinheiten

Worin besteht der Unterschied zwischen Ölaufbereitung und Ölrückgewinnung?

Häufig werden diese Begriffe deckungsgleich verwendet, doch in Großbritannien ist dabei ein kleiner Unterschied zu verzeichnen: Die statische chemische und physikalische Behandlung gebrauchten Isolieröls außerhalb der eigentlichen Anlage (also unsere Arbeit in der EOS-Anlage in Ellesmere Port) wird als Rückgewinnung bezeichnet. Aufbereitung hingegen meint die chemische und physikalische Behandlung vor Ort.

Mobile Aufbereitung

Worin besteht der Unterschied zwischen Ölaufbereitung und Ölrückgewinnung?

Häufig werden diese Begriffe deckungsgleich verwendet, doch in Großbritannien ist dabei ein kleiner Unterschied zu verzeichnen: Die statische chemische und physikalische Behandlung gebrauchten Isolieröls außerhalb der eigentlichen Anlage (also unsere Arbeit in der EOS-Anlage in Ellesmere Port) wird als Rückgewinnung bezeichnet. Aufbereitung hingegen meint die chemische und physikalische Behandlung vor Ort.

Warum überhaupt aufbereiten, wenn doch einfach ein Ölwechsel möglich ist?

Der Ölwechsel ist traditionell das Mittel der Wahl, um einem Anstieg des Säuregehalts in einem Transformator Einhalt zu gebieten, doch viel wirkungsvoller – technisch wie finanziell – ist die Aufbereitung.
Bei einem Trafoölwechsel verbleiben bis zu 10 Prozent des alten, oxidierten Materials in der Papierisolierung der Anlage und selbst bei zweimaliger Entleerung, Wartezeit und Spülung ist mit dem Verbleib von bis zu 5 Prozent zu rechnen. In einem großen Maschinentransformator eines Kraftwerks entspricht dies bis zu 5.000 Litern an altem, säurehaltigem Öl. Sobald dann das neue bzw. rückgewonnene Öl eingefüllt wird, entfaltet der Rückstand aus der Papierisolierung heraus seine auslaugende Wirkung, die einen Katalysatoreffekt für die weitere Oxidation hat.

Demgegenüber dringt man bei der Vor-Ort-Aufbereitung in diejenigen Bereiche der Papierisolierung vor, die ein herkömmlicher Ölwechsel schlichtweg nicht erreicht. Da die Arbeit an der Anlage selbst stattfindet, sowie durch die stetige Zirkulation und die Wärmezufuhr, unterzieht man die Isolierung des Transformators einer „Tiefenreinigung“, bei der weitaus mehr Oxidationsprodukte (Säuren und Schlamm) entfernt werden, als dies mit einem traditionellen Ölwechsel überhaupt möglich wäre. Außer mit diesem Qualitätsmerkmal wartet die Vor-Ort-Aufbereitung noch mit weiteren Vorzügen auf: Setzt man auf diese Option, sind weitaus weniger Fahrzeuge auf der Anlage vonnöten (keine Tanks). Dass das Öl während des Prozesses in der Maschine verbleiben kann, kann der Papierisolierung zugutekommen, da sie somit „körperliche Unterstützung“ erhält – ein Plus in den Fällen, in denen das Isoliermaterial aus Altersgründen nicht mehr die beste statische Festigkeit aufweist.

Aber warum nun unterschiedliche Begriffe – Rückgewinnung und Aufbereitung?

Bei der Rückgewinnung, wie EOS sie in Ellesmere Port durchführt, geht es uns um ein Produkt, das einer anerkannten Norm entspricht – derzeit BS 148:2009. Die Vor-Ort-Aufbereitung hingegen betrachten wir als Dienstleistung, deren Endergebnis zwar in der Regel ebenfalls den Vorgaben einer anerkannten Norm gerecht wird, allerdings von Variablen abhängt, die der Dienstleister nicht beeinflussen oder steuern kann.

Ist ein Ölwechsel nicht preiswerter?

Nein, normalerweise nicht. Zwar spielt die Menge des Öls eine Rolle, das sich in dem Transformator befindet, doch bedenkt man auch die Kosten für die Tankwagen und die zusätzlich benötigte Arbeitskraft, ergibt sich für die Aufbereitung meist ein 20–40 Prozent günstigerer Preis als für einen Ölwechsel.

Stimmt es, dass dem Trafoöl nach der Aufbereitung ein Additiv zugefügt werden muss?

EOS empfiehlt, zum Abschluss des Aufbereitungsverfahrens einen Oxidationsinhibitor zum Öl zu geben, da er zu dessen Oxidationsbeständigkeit beiträgt. Dieser Faktor, auch als chemische Stabilität bezeichnet, ist die entscheidende Eigenschaft, mit der sich Isolieröl von beispielsweise Pflanzenöl abhebt.
Wenn nagelneues Isolieröl erstmals im Betrieb eingesetzt wird, muss es allen Belastungen und Beanspruchungen standhalten können, mit denen es während des Gebrauchs konfrontiert wird. Beispielhaft sind hier Hitzeentwicklung durch den Betrieb der Anlage, unzulängliche Kühlung oder Sauerstoffkontakt bei einem frei atmenden Transformator zu nennen, wodurch die Oxidation beschleunigt wird. So wie Metall rostig und Butter ranzig wird, so wird Mineralöl „sauer“. Gutes Elektroisolieröl zeichnet sich durch seine Fähigkeit aus, dieser Oxidation zu widerstehen.

Im Verlauf der Lebensdauer eines Öls, die – je nach Ausformung und betrieblichen Zwängen – im schlechtesten Falle zehn, bei guten Bedingungen aber auch 40 Jahre betragen kann, werden die ureigenen Oxidationshemmstoffe – Schwefel und Aromaten – aufgebraucht. Gleichzeitig entstehen im Öl Säuren und Schlamm, was zu einem Anstieg seiner Säurezahl führt. (Diese Kennzahl wird bei Leistungstransformatoren üblicherweise jährlich durch einen Routinetest ermittelt und in mg KOH/g angegeben.) Die Säuren greifen das Isolierpapier des Trafos an und bedeuten letztlich das Aus. Im Anlagenmanagement für Leistungstransformatoren hat sich mittlerweile eine Obergrenze für diesen Schaden durchgesetzt, sodass bei einem Säurewert von 0,1–0,15 mg KOH/g ein Eingriff nötig ist, der die Lebenserwartung steigert.
Die Vor-Ort-Aufbereitung reinigt die Isolierung bis in die Tiefen und macht das Öl wieder neuwertig, während die Bestände an natürlichen Inhibitoren – Schwefel und Aromaten – jedoch gemindert sind. Aus diesem Grund raten wir zur Beimischung eines Inhibitors zu dem Öl.

Wie viel Inhibitor sollte ich hinzufügen?

Unsere Empfehlung lautet, das Öl vollständig zu hemmen, was einen Inhibitoranteil von 0,4 Prozent bedeutet.

Muss ich den Inhibitorgehalt jährlich prüfen?

Ja, das empfiehlt sich. EOS rät zu einer Basismessung nach sechs Monaten und in der Folge zu jährlichen Messungen. Je nachdem, wie die Ergebnisse ausfallen, können die Phasen allerdings auch ausgedehnt werden.

Wann und wie sollte ich Inhibitor nachfüllen?

Die EOS-Empfehlung lautet, Inhibitoren nachzufüllen, wenn der Gehalt unter 0,1 Prozent fällt. Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns einfach.

Kommt jedes gebrauchte Öl für die Rückgewinnung in Betracht?

Im Prinzip lassen sich alle mineralischen Isolieröle rückgewinnen, die ursprünglich BS-148-konform waren und aus naphthenischem Material hergestellt wurden. Allerdings ist es Teil unserer Qualitätssicherung, solche Öle auszusondern, die aufgrund außergewöhnlich starker Alterungserscheinungen oder durch Kreuzkontamination mit anderen Stoffen nicht für die Rückgewinnung geeignet sind.

Wie funktioniert die Elektroölrückgewinnung?

Die EOS-Anlage zur Rückgewinnung von Elektroöl ließe sich im Grunde als Wäscherei bezeichnen: Der Kunde versorgt EOS mit gebrauchtem Öl und EOS bereitet es so wieder auf, dass es den BS-148-Standards gerecht wird. Anschließend kann der Kunde dann dieselbe Menge an Isolieröl zurückbekommen, die er in Form von gebrauchtem Öl bereitgestellt hat. So wirken wir Verlusten entgegen.

TransTest – Stichprobenanalysen für Öl

Warum sollte man ein Glasrohr für die Probenentnahme verwenden?

Aus dreierlei Gründen empfiehlt sich Glas:

  1. Es zerkratzt nicht und begünstigt somit keine Verschmutzung.
  2. Es lässt sich recht einfach sauber halten.
  3. Ist es verunreinigt, ist dies meist mit bloßem Auge sichtbar.

Wie entnimmt man einem Fass eine Ölprobe?

Ölproben sollen die Zusammensetzung des Öls präzise abbilden und sicherstellen, dass ggf. enthaltene Verschmutzungen gefunden werden, während solche von externen Quellen abgeschirmt werden. Es ist zu beachten, dass jeglicher Kontakt mit Luft, Probenset usw. die Probe beeinflussen könnte. Im Idealfall wird jeder externe Einfluss, zum Beispiel Verunreinigungen über die Luft, Regen oder Staub, ausgeschlossen. Im Falle unzureichender äußerer Bedingungen kann beispielsweise ein Zelt errichtet oder eine Behelfsabdeckung verwendet werden. 500 ml Probenmaterial genügen im Regelfall für alle Routinetests wie die Analyse auf PCB und gelöstes Gas.

Die Temperatur des Öls im Fass sollte der Umgebungstemperatur entsprechen. Reinigen Sie das Fass um das Spundloch herum und entfernen Sie Siegel und Stöpsel mit dem entsprechenden Schlüssel. Prüfen Sie das Siegel auf Anzeichen von Beschädigungen oder Verschmutzung. Entnehmen Sie das Glasrohr aus seiner Schutzverpackung, prüfen Sie die Außenseite und wischen Sie es ab. Senken Sie es bis zur Hälfte in das Öl, platzieren Sie einen Finger auf der Oberseite und ziehen Sie das Rohr, das nun halb mit Öl gefüllt ist, heraus. Indem Sie das Gefäß in alle Richtungen schwenken – bevorzugt über einer großen Abtropfschale –, wird es vollständig mit dem Öl gespült. Wiederholen Sie den Vorgang und beobachten Sie. Dann entnehmen Sie eine halbe Rohrfüllung Öl und geben es in die Probenflasche. Belassen Sie das Rohr im Fass, wo es sicher und sauber verwahrt ist. Verschließen Sie die Flasche und schütteln Sie sie kräftig. Fahren Sie damit fort, während Sie das Öl abgießen, um zu verhindern, dass sich Verschmutzungen an der Flasche absetzen. Wiederholen Sie den Vorgang und beobachten Sie.

Vom Boden des Fasses, wo ggf. vorhandene Verschmutzungen am ehesten zu finden sind, entnehmen Sie eine Probe, indem Sie das Rohr bis auf den Boden absenken. Dabei müssen Sie sicherstellen, dass das obere Loch des Rohrs die ganze Zeit mit einem Finger verschlossen ist. Wenn der Boden erreicht ist, geben Sie das obere Loch frei, woraufhin Öl in das Rohr eintritt. Bewegen Sie das Rohr nun über den Boden und an den Bodennähten entlang. Sobald der Ölstand im Rohr dem im Fass entspricht, öffnen Sie die Probenflasche. Halten Sie das Rohr oben verschlossen und ziehen Sie es senkrecht aus dem Fass heraus. Halten Sie die Flasche über einen Eimer oder eine Abtropfschale, halten Sie das Rohr über die Flasche, ohne dass es in die Flasche gelangt, öffnen Sie es oben und lassen Sie das Öl über die Innenseite in die Fasche rinnen. Wiederholen Sie dies, bis die Flasche überläuft, wodurch eventuelle Luftblasen entweichen. Gießen Sie das überschüssige Öl aus der Flasche über den Deckel, um ihn zu spülen. Lassen Sie 0,5–1 cm Luft bis zum Deckel und verschließen Sie ihn handfest, aber nicht zu stark. Verschließen Sie das Fass wieder mit dem Stöpsel. Drehen Sie die Probenflasche vorsichtig um und prüfen Sie, ob feste Schmutzpartikel bzw. freies Wasser zu sehen sind. Sind Verschmutzungen offensichtlich, sollten Sie die Probe verwerfen und das Verfahren wiederholen, damit sich sicherstellen lässt, dass die erste Probe repräsentativ war. Abschließend füllen Sie das Begleitformular der Probe aus oder etikettieren sie vollständig.

Wie entnimmt man einem Schalter eine Ölprobe?

Zwar ist es üblich, für Wartungsarbeiten Öl aus Schalteinrichtungen zu entfernen und durch Öl von bekannter und zertifizierter Güte zu ersetzen. Dennoch werden für diagnostische oder statistische Zwecke häufig „Vorher-Nachher-Proben“ entnommen.

Die Tests zielen darauf ab, ein genaues Bild von der Zusammensetzung des Öls zu erhalten und alle eventuellen Verunreinigungen aufzudecken, wobei Verschmutzungen von externen Quellen ausgeschlossen werden. Dabei darf nicht außer Acht gelassen werden, dass jeder Kontakt mit Luft, Probenequipment etc. sich auf die Probe auswirken kann. Nach Möglichkeit ist jeder externe Einfluss zu vermeiden, beispielsweise der Kontakt mit Regen oder Staub. Sofern die Probe unter schlechten äußeren Bedingungen entnommen werden muss, kann ein Zelt oder eine provisorische Abdeckung sinnvoll sein. Für alle Routinetests sowie Analysen auf PCB und gelöstes Gas genügen in der Regel 500 ml.

Reinigen Sie die Abdeckung des Schalters und achten Sie dabei besonders auf die Ummantelung der Dichtung, an der sich häufig Insekten ansammeln. Entfernen Sie den Deckel für eine Sichtprüfung. Prüfen Sie möglichst viel vom Boden des Tanks, ggf. mit Taschenlampe, vor allem in den Ecken und direkt unter Öffnungen, Sichtluken und Antriebsbuchsen. Notieren Sie Art und Position jeglicher Verschmutzungen. Nehmen Sie das gläserne Rohr für die Probenentnahme aus seiner Verpackung, prüfen Sie es und wischen Sie es ab. Halten Sie es in das Öl über dem Boden, verschließen Sie das obere Ende mit einem Finger und ziehen Sie es heraus.

Das Öl, das das Rohr nun zur Hälfte füllt, dient dazu, das Gefäß durch Schwenk- und Drehbewegungen innen an jeder Stelle zu spülen. Am besten erledigen Sie dies über einer großen Abtropfschale. Wiederholen Sie den Vorgang und beobachten Sie. Auf dieselbe Art und Weise entnehmen Sie eine halbe Glasrohrfüllung Öl und geben es in die Probenflasche. Belassen Sie das Rohr im Schalttank, wo es sicher und sauber verwahrt ist. Nach dem Verschließen der Flasche spülen Sie sie durch kräftiges Schwenken. Fahren Sie damit fort, wenn Sie das Öl abgießen, um zu verhindern, dass Schmutzpartikel sich an der Flasche absetzen. Wiederholen Sie den Vorgang und beobachten Sie.

Um eine Probe vom Schalterboden zu entnehmen, wo Schmutzpartikel am ehesten zu finden sind, verschließen Sie die obere Öffnung des Rohrs mit einem Finger, bis es den Boden des Tanks berührt. Wenn Sie die obere Öffnung freigeben, dringt Öl vom Boden in das Rohr ein. Dabei sollten Sie das Rohr vorsichtig möglichst weit über den Boden bewegen.

Sobald der Ölstand im Rohr dem im Tank entspricht, öffnen Sie die Probenflasche und ziehen das Rohr vertikal aus dem Tank. Halten Sie die Flasche über einen Eimer oder eine Abtropfschale, halten Sie das Rohr in die Flasche – ohne dass beide sich berühren – und öffnen Sie die obere Rohröffnung, sodass das Öl an der Flaschenwand herunterlaufen kann. Wiederholen Sie den Prozess, wobei Sie Proben von unterschiedlichen Stellen des Schalters entnehmen, bis die Flasche überläuft. Durch das Überlaufen entweichen der Flasche eventuelle Luftblasen.

Gießen Sie das überschüssige Öl aus der Flasche über den Deckel, um ihn zu spülen. Lassen Sie einen halben bis einen ganzen Zentimeter Luft bis zum Rand und verschließen Sie den Deckel von Hand, ohne ihn zu überdrehen. Wenden Sie die Probenflasche vorsichtig und prüfen Sie, ob feste Schmutzpartikel bzw. freies Wasser zu sehen sind. Ist dies der Fall, sollte die Probe verworfen und das Verfahren wiederholt werden, damit sich sicherstellen lässt, dass die erste Probe repräsentativ war. Abschließend füllen Sie das Begleitformular aus oder etikettieren die Probe vollständig.

Wie entnimmt man einem Transformator eine Ölprobe?

Ölproben sind dazu gedacht, die Ölzusammensetzung abzubilden. Und sie sollen sicherstellen, dass Verschmutzungen im Öl aufgespürt werden, wobei solche von externen Quellen abgeschirmt werden. Bedenken Sie, dass sich jeglicher Kontakt mit Luft, Probenset etc. auf die Probe auswirken könnte. Verunreinigungen über die Luft oder Regen sowie sonstige äußere Einflüsse sollten verhindert werden. Sind die äußeren Bedingungen ungünstig für die Probenentnahme, kann zum Beispiel eine mobile Abdeckung für Abhilfe sorgen. Soll das Öl auf PCB oder gelöstes Gas untersucht werden, genügen in der Regel 500 ml Probenmaterial, ebenso bei anderen Routineprüfungen.

Ist kein spezifischer Punkt für Probenentnahmen ausgewiesen, setzen Sie einen Probenadapter auf ein Ablass- oder Filterventil. Stellen Sie sicher, dass das Äußere von Ventil und Adapter vor dem Aufsetzen sauber ist. Öffnen Sie das Ventil und lassen Sie Öl durch einen eigens dafür bestimmen Plastikschlauch kontrolliert und zielgerichtet in einen Eimer fließen. Reinigen Sie Ventil, Adapter und Schlauch von innen, indem Sie Öl hindurchfließen lassen, wobei zwei, drei Liter als Ausschuss anfallen können. Regulieren Sie die Durchflussmenge im Folgenden nicht mehr. Messen Sie die Temperatur des in den Eimer fließenden Öls; halten Sie das Thermometer nicht in die Probenflasche. Spülen Sie die Flasche zwei, drei Mal, indem Sie sie halb füllen und stark schütteln.

Schütteln Sie die Flasche auch, wenn Sie das Öl abgießen, sodass sich keine Verschmutzungen an den Wänden absetzen. Wiederholen Sie das Prozedere und achten Sie darauf, ob das Öl sauber ist. Lassen Sie die Flasche vorsichtig überlaufen, indem Sie das Öl an der Wand hinabfließen lassen, da sich dadurch weniger Luft beimischt.

Das Überlaufen sorgt dafür, dass Luftblasen aus der Flasche entweichen. Lassen Sie Öl über die Verschlusskappe laufen, um sie zu spülen. Lassen Sie 0,5–1 cm Luft unter dem Rand und verschließen Sie die Flasche von Hand, ohne die Kappe zu fest anzuziehen, und schließen Sie das Ventil. Prüfen Sie, während Sie die Flasche langsam umdrehen, auf sichtbare Verschmutzungen bzw. freies Wasser. Ist die optische Prüfung positiv, sollten Sie die Probe verwerfen und den Ablauf wiederholen, damit Sie sicher sein können, dass die erste Probe repräsentativ war. Füllen Sie das Datenblatt aus oder etikettieren Sie die Flasche.

Meine Transformatoren sind nur klein, aber ihre Funktionsfähigkeit ist unverzichtbar. Mit welchen Tests kann ich ihren Zustand prüfen?

Der Wert eines Teils einer ölgefüllten Anlage bemisst sich oft weniger anhand seiner Investitionskosten als vielmehr über seine Funktion. Somit sind auch bei relativ kleinen und im Verhältnis kostengünstigen Anlagen ausgefeilte Überwachungsmechanismen sinnvoll, etwa die Prüfung auf gelöstes Gas (Dissolved Gas Analysis – DGA).

Sammeln von gebrauchtem Isolieröl

Kann ich gebrauchtes Öl in beliebigen Behältnissen zurückgeben?

Ganz und gar nicht. Da es wichtig ist, die Risiken einer Verunreinigung so klein wie möglich zu halten, verlangt unser Qualitätssicherungssystem, dass das Öl in dafür geeigneten Fässern zurückgegeben wird – entweder solche, die auch zur Anlieferung von Elektroöl dienten, oder solche, die als leere Fässer eigens für die Rückgabe von gebrauchtem Trafoöl ausgewiesen sind. Zudem müssen sich die Fässer in einem guten Zustand befinden. EOS berät Sie stets gern hinsichtlich geeigneter Behältnisse.

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Unsere Dienstleistungen

Dank unserer umfassenden Erfahrung mit Aufbereitung, Lagerung und Bereitstellung von Isolierölen (auch vor Ort) wissen unsere Kunden sich bei uns in Sachen Servicequalität und Standards stets auf der sicheren Seite.

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Unsere Produkte

Bei uns erhalten Sie sowohl ungebrauchtes als auch rückgewonnenes Isolieröl sowie eine ganze Reihe ergänzender Produkte.

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Unsere Mitarbeiter sind mit Leidenschaft dabei, wenn sie in ihrem Fachgebiet ehrlich, offen und sachkundig beraten.

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