Mobile Ölregenerationseinheit – MRU

Mit mehr als 60-Jahren Erfahrung in der Wiederaufbereitung von Isolierölen gehören wir heute zu den führenden Anbietern mobiler Regenerationsservices am Kundenstandort.

Eine weitere Möglichkeit zur Verlängerung der Transformatorenlaufzeit bieten wir mit der EOS Ölregeneration an. Diese wird während des Transformatorbetriebs ausgeführt und sorgt für eine  „Tiefenreinigung“ des Isoliersystems. Hierbei werden polare Verunreinigungen wie Säuren und Schlamm entzogen und das Öl wieder in einen neuwertigen Zustand versetzt.

Die Behandlung von Transformatoren, bei denen Anteile korrosiven Schwefels vermutet werden, ist ebenfalls Bestandteil unserer Serviceleistung. Dieser Service ist insbesondere für Betreiber von Kraftwerken von Interesse, deren Transformatoren mit neuem, ungebrauchtem Öl in den 90er Jahren befüllt wurden.

Ob Verlängerung der Transformatorlaufzeit oder Überprüfung des korrosives Schwefels – unsere Ingenieure beraten Sie individuell und begleiten Sie während des Regenerationsprozesses von der anfänglichen Untersuchung bis zum finalen Bericht und darüber hinaus bei den Folgemaßnahmen.

Der Ablauf

Bevor eine Regeneration am Kundenstandort beginnen kann, werden gewöhnlich mehrere Vor-Ort-termine durchgeführt, die folgende Punkte in Betracht ziehen:

  • Ergebnisse bisheriger Transformatorenöl-Untersuchungen
  • Bewertung von Festigkeit der Papierisolierung
  • Vorbereitung von Riskiobewertung und Verfahrensanweisung unter Berücksichtigung der Art der Arbeiten, z.B. Transformator in oder außer Betrieb
  • Zufahrtswege für die Fahrzeugeinheit(en)

Wegen des polaren Zustands des Wassers ist es zwingend, das Transformatorenöl zunächst aufzubereiten, bevor es den Bauxit-Säulen der Regenerationseinheit zugeführt wird. Diese Initialbehandlung (erhitzen, trocknen und entgasen) trägt auch dazu bei, die Kerntemperatur des Transformators zu erhöhen und den gesamten Regenerationsprozess effektiver zu gestalten, insbesondere wenn der Transformator außer Betrieb ist.

Sobald akzeptable Werte für Wassergehalt und Temperatur des Öls erreicht sind, wird das Isolieröl in die Regenerationseinheit geleitet. Hierbei werden die durch Oxidation entstandenen Säuren und Schlämme in einem Adsorptionsprozess entfernt.

Wenn die Bauxit-Säulen gesättigt sind, werden sie in den Reaktivierungsmodus versetzt und für den nächsten Regnerationszyklus vorbereitet, der gewöhnlich am Folgetag durchgeführt wird. Während der Reaktivierung wird das Transformatorenöl kontinuierlich zirkuliert und behandelt, indem Hitze zugeführt, Wasser von den äußeren Schichten der Papierisolierung entfernt und das Öl entgast wird.

Die Regenerationszyklen werden durchgeführt, bis das Öl die vordefinierten und vereinbarten Werte erreicht hat und typischer Weise der Norm IEC60296:2012 entsprechen.

EOS unterstützt Unternehmen der Elektrizitätsbranche und Industrie bei Anforderungen seitens der Behörden genauso wie bei technischen Herausforderungen hinsichtlich der Behandlung von Isolieröl in Transformatoren.

FAQ's

Worin besteht der Unterschied zwischen Ölaufbereitung und Ölrückgewinnung?

Häufig werden diese Begriffe deckungsgleich verwendet, doch in Großbritannien ist dabei ein kleiner Unterschied zu verzeichnen: Die statische chemische und physikalische Behandlung gebrauchten Isolieröls außerhalb der eigentlichen Anlage (also unsere Arbeit in der EOS-Anlage in Ellesmere Port) wird als Rückgewinnung bezeichnet. Aufbereitung hingegen meint die chemische und physikalische Behandlung vor Ort.

Warum überhaupt aufbereiten, wenn doch einfach ein Ölwechsel möglich ist?

Der Ölwechsel ist traditionell das Mittel der Wahl, um einem Anstieg des Säuregehalts in einem Transformator Einhalt zu gebieten, doch viel wirkungsvoller – technisch wie finanziell – ist die Aufbereitung.
Bei einem Trafoölwechsel verbleiben bis zu 10 Prozent des alten, oxidierten Materials in der Papierisolierung der Anlage und selbst bei zweimaliger Entleerung, Wartezeit und Spülung ist mit dem Verbleib von bis zu 5 Prozent zu rechnen. In einem großen Maschinentransformator eines Kraftwerks entspricht dies bis zu 5.000 Litern an altem, säurehaltigem Öl. Sobald dann das neue bzw. rückgewonnene Öl eingefüllt wird, entfaltet der Rückstand aus der Papierisolierung heraus seine auslaugende Wirkung, die einen Katalysatoreffekt für die weitere Oxidation hat.

Demgegenüber dringt man bei der Vor-Ort-Aufbereitung in diejenigen Bereiche der Papierisolierung vor, die ein herkömmlicher Ölwechsel schlichtweg nicht erreicht. Da die Arbeit an der Anlage selbst stattfindet, sowie durch die stetige Zirkulation und die Wärmezufuhr, unterzieht man die Isolierung des Transformators einer „Tiefenreinigung“, bei der weitaus mehr Oxidationsprodukte (Säuren und Schlamm) entfernt werden, als dies mit einem traditionellen Ölwechsel überhaupt möglich wäre. Außer mit diesem Qualitätsmerkmal wartet die Vor-Ort-Aufbereitung noch mit weiteren Vorzügen auf: Setzt man auf diese Option, sind weitaus weniger Fahrzeuge auf der Anlage vonnöten (keine Tanks). Dass das Öl während des Prozesses in der Maschine verbleiben kann, kann der Papierisolierung zugutekommen, da sie somit „körperliche Unterstützung“ erhält – ein Plus in den Fällen, in denen das Isoliermaterial aus Altersgründen nicht mehr die beste statische Festigkeit aufweist.

Aber warum nun unterschiedliche Begriffe – Rückgewinnung und Aufbereitung?

Bei der Rückgewinnung, wie EOS sie in Ellesmere Port durchführt, geht es uns um ein Produkt, das einer anerkannten Norm entspricht – derzeit BS 148:2009. Die Vor-Ort-Aufbereitung hingegen betrachten wir als Dienstleistung, deren Endergebnis zwar in der Regel ebenfalls den Vorgaben einer anerkannten Norm gerecht wird, allerdings von Variablen abhängt, die der Dienstleister nicht beeinflussen oder steuern kann.

Ist ein Ölwechsel nicht preiswerter?

Nein, normalerweise nicht. Zwar spielt die Menge des Öls eine Rolle, das sich in dem Transformator befindet, doch bedenkt man auch die Kosten für die Tankwagen und die zusätzlich benötigte Arbeitskraft, ergibt sich für die Aufbereitung meist ein 20–40 Prozent günstigerer Preis als für einen Ölwechsel.

Stimmt es, dass dem Trafoöl nach der Aufbereitung ein Additiv zugefügt werden muss?

EOS empfiehlt, zum Abschluss des Aufbereitungsverfahrens einen Oxidationsinhibitor zum Öl zu geben, da er zu dessen Oxidationsbeständigkeit beiträgt. Dieser Faktor, auch als chemische Stabilität bezeichnet, ist die entscheidende Eigenschaft, mit der sich Isolieröl von beispielsweise Pflanzenöl abhebt.
Wenn nagelneues Isolieröl erstmals im Betrieb eingesetzt wird, muss es allen Belastungen und Beanspruchungen standhalten können, mit denen es während des Gebrauchs konfrontiert wird. Beispielhaft sind hier Hitzeentwicklung durch den Betrieb der Anlage, unzulängliche Kühlung oder Sauerstoffkontakt bei einem frei atmenden Transformator zu nennen, wodurch die Oxidation beschleunigt wird. So wie Metall rostig und Butter ranzig wird, so wird Mineralöl „sauer“. Gutes Elektroisolieröl zeichnet sich durch seine Fähigkeit aus, dieser Oxidation zu widerstehen.

Im Verlauf der Lebensdauer eines Öls, die – je nach Ausformung und betrieblichen Zwängen – im schlechtesten Falle zehn, bei guten Bedingungen aber auch 40 Jahre betragen kann, werden die ureigenen Oxidationshemmstoffe – Schwefel und Aromaten – aufgebraucht. Gleichzeitig entstehen im Öl Säuren und Schlamm, was zu einem Anstieg seiner Säurezahl führt. (Diese Kennzahl wird bei Leistungstransformatoren üblicherweise jährlich durch einen Routinetest ermittelt und in mg KOH/g angegeben.) Die Säuren greifen das Isolierpapier des Trafos an und bedeuten letztlich das Aus. Im Anlagenmanagement für Leistungstransformatoren hat sich mittlerweile eine Obergrenze für diesen Schaden durchgesetzt, sodass bei einem Säurewert von 0,1–0,15 mg KOH/g ein Eingriff nötig ist, der die Lebenserwartung steigert.
Die Vor-Ort-Aufbereitung reinigt die Isolierung bis in die Tiefen und macht das Öl wieder neuwertig, während die Bestände an natürlichen Inhibitoren – Schwefel und Aromaten – jedoch gemindert sind. Aus diesem Grund raten wir zur Beimischung eines Inhibitors zu dem Öl.

Wie viel Inhibitor sollte ich hinzufügen?

Unsere Empfehlung lautet, das Öl vollständig zu hemmen, was einen Inhibitoranteil von 0,4 Prozent bedeutet.

Muss ich den Inhibitorgehalt jährlich prüfen?

Ja, das empfiehlt sich. EOS rät zu einer Basismessung nach sechs Monaten und in der Folge zu jährlichen Messungen. Je nachdem, wie die Ergebnisse ausfallen, können die Phasen allerdings auch ausgedehnt werden.

Wann und wie sollte ich Inhibitor nachfüllen?

Die EOS-Empfehlung lautet, Inhibitoren nachzufüllen, wenn der Gehalt unter 0,1 Prozent fällt. Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns einfach.

Kommt jedes gebrauchte Öl für die Rückgewinnung in Betracht?

Im Prinzip lassen sich alle mineralischen Isolieröle rückgewinnen, die ursprünglich BS-148-konform waren und aus naphthenischem Material hergestellt wurden. Allerdings ist es Teil unserer Qualitätssicherung, solche Öle auszusondern, die aufgrund außergewöhnlich starker Alterungserscheinungen oder durch Kreuzkontamination mit anderen Stoffen nicht für die Rückgewinnung geeignet sind.

Wie funktioniert die Elektroölrückgewinnung?

Die EOS-Anlage zur Rückgewinnung von Elektroöl ließe sich im Grunde als Wäscherei bezeichnen: Der Kunde versorgt EOS mit gebrauchtem Öl und EOS bereitet es so wieder auf, dass es den BS-148-Standards gerecht wird. Anschließend kann der Kunde dann dieselbe Menge an Isolieröl zurückbekommen, die er in Form von gebrauchtem Öl bereitgestellt hat. So wirken wir Verlusten entgegen.

Fallstudien

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Unsere Dienstleistungen

Dank unserer umfassenden Erfahrung mit Aufbereitung, Lagerung und Bereitstellung von Isolierölen (auch vor Ort) wissen unsere Kunden sich bei uns in Sachen Servicequalität und Standards stets auf der sicheren Seite.

Unsere Produkte

Bei uns erhalten Sie sowohl ungebrauchtes als auch rückgewonnenes Isolieröl sowie eine ganze Reihe ergänzender Produkte.

Kontakt

Unsere Mitarbeiter sind mit Leidenschaft dabei, wenn sie in ihrem Fachgebiet ehrlich, offen und sachkundig beraten.